Das Stammgebäude der Hotelberufsschule Viechtach wurde 1954 erbaut.

Bis 1955 unterrichteten Lehrer der Volksschule Auszubildende im Dualen System nur am Wochenende (Sonntagsschule). 1955 begann im neu erbauten Schulgebäude der reguläre Unterricht für die kaufmännische, hauswirtschaftliche und gewerbliche Abteilung. Schulträger war der Bezirks-Berufsschulverband Niederbayern, Schulleiter der Gewerbeoberlehrer Wilfried Lukas aus Deggendorf.

1956 übernahm Gewerbeoberlehrer Peter Oellinger die Schulleitung. In den folgenden Jahren erteilten die Lehrkräfte Unterricht in Holz-, Bau-, Metall-, Landwirtschafts- und Textilklassen.

1969 beantragte die Industrie-und Handelskammer für Niederbayern in Passau bei der Regierung von Niederbayern die Errichtung einer Hotelberufsschule für den mittleren Bayerischen Wald. Im Zuge der Gebietsreform stand eine Neuordnung des beruflichen Schulwesens mit erheblichen Zentralisierungsmaßnahmen bevor. Unter Schulleiter OStD Michael Köck verlegte man nach und nach die Fachklassen für Holz, Bau sowie die der kaufmännischen und metallverarbeitenden Abteilung an die Hauptstelle nach Regen. Als Standort für die restlichen Berufe war die Außenstelle Zwiesel vorgesehen, so dass die Schließung der Außenstelle Viechtach bevorstand.

Wegen der zunehmenden Zahl der Auszubildenden im Berufsfeld der Gastronomie schlug Schulleiter Peter Oellinger dem damaligen Landrat Helmut Feuchtinger vor, die leerstehende Landwirtschaftsschule mit Internat käuflich zu erwerben, um Viechtach als Standort für Hotelberufe zu sichern.

Das Landratsamt Regen erwarb 1972 die Gebäude aus dem Besitz des Bayerischen Ministeriums für Landwirtschaft. Im darauf folgenden Schuljahr startete der reguläre Unterricht für Köche, Kellner und Hotelfachgehilfen in Viechtach. Im gleichen Jahr wurde der Bezirks-Berufsschulverband Niederbayern aufgelöst und die vorhandenen Lehrkräfte in den Staatsdienst übernommen.

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